Hamburg

Business as casual / What 2 buy Secondhand

– Werbung, da ich unter anderem auch ein PR Sample vorstelle –

Secondhand Mode: What to buy Secondhand / Vintage – auf Slow Fashion Blog sloris

Hej 2018 – hier ist er endlich, der erste Blogpost im neuen Jahr. Ende Februar sind die guten Vorsätze oft schon längst wieder über den Haufen geworfen oder in Vergessenheit geraten. Also nutze ich mal diesen günstigen Zeitpunkt, um euch einen neuen guten Vorsatz vorzuschlagen oder, falls ihr ihn sowieso gehabt haben solltet, euch nett daran zu erinnern: 

Stellt euren Kleiderschrank doch mal auf ein wenig nachhaltiger um!

Während ich euch Anfang letzten Jahres dazu animiert habe, 2017 mit nem Fair Fashion Basic zu starten, soll es heute um einen anderen Teil von “Slow Fashion” gehen: Second Hand Kleidung! Denn ein respektvoller Umgang mit den Ressourcen unseres schönen Planeten ist auch ziemlich sexy. Heißt: einfach mal abchecken, welche schnieken Teile bereits produziert und von anderen Menschen abserviert wurden, aber möglicherweise deine nächste große Kleider-Liebe sein könnten, hilft ungemein.

Secondhand Mode: What to buy Secondhand / Vintage – auf Slow Fashion Blog sloris

Jedes Jahr werden allein in Deutschland nach Angaben von FairWertung rund eine Million Tonnen Altkleider aussortiert – mit all diesen Kleidern ließen sich 62.000 LKW füllen.*
Gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass zwischen all den Sachen auch etwas für dich dabei ist, oder? Glücklicherweise musst du dich nicht selbst durch die Klamotten-Masse wühlen, sondern kannst ganz entspannt im Secondhand Shop um die Ecke oder online durch die vorselektierten Stücke stöbern und richtige Schnäppchen entdecken. Klingt für den (Neu-) Anfang ganz okay? Dann verrate ich euch mal, welche Teile man meiner Meinung und Erfahrung nach besonders gut Second Hand findet.

Secondhand Mode: What to buy Secondhand / Vintage – auf Slow Fashion Blog sloris

Der Blazer

Da Blazer oft die meiste Zeit im Schrank rumhängen und eher selten getragen werden, bis man sie schließlich weggibt, sind sie häufig noch super in Schuss und relativ einfach Second Hand zu finden.
Was gibt’s? Vor allem Karo-Muster, Uni-Teile und wilde, bunte (Blumen-) Prints. Wer nach nem Oversized-Teil sucht, schaut unbedingt auch mal in der Herren-Abteilung vorbei.
Pimp den Style: Mit ner Brosche am Revers lassen sich schlichte Blazer aufhübschen; mit modernen, grafischen Pins kann man selbst Blazer aus vergangenen Jahrzehnten ins Jahr 2018 holen. Die Knöpfe gefallen nicht? Sind in kurzer Zeit ausgetauscht und können das Teil fix zu etwas Besonderem machen. Und auch Schulterpolster kann man meist ganz schnell und einfach heraustrennen. Krempel it: Blazer haben oft ein fancy Innenfutter – ob seidiger Stoff, knallige Farbe oder wildes Muster – auch hochgekrempelte Ärmel können einem Look das gewisse Etwas geben.

Meinen Blazer hab ich übrigens bei  Onimossymbolsmall entdeckt (PR – Sample). Mit dem Code sloris10 gibt es 10% auf den gesamten Einkauf ! Gültig bis zum 10. März.

Der Lederrock

Leder ist ein langlebiges, robustes Material – die Produktion allerdings immer eine Katastrophe für Tiere, bei konventionellem Leder auch für Menschen und Umwelt. Und jetzt? Klar, einfach auf die Lederröcke, die es schon gibt, zurückgreifen. Klar, es gab alles schon: Glattleder, Wildleder, Kurz, lang, eng, A-Linie, Schwarz, Camel, Dunkelgrün, Lila, Pink. Mit Fransen. Mit Nieten. Kannst du dir nicht vorstellen? Dann schau zum Beispiel mal hier.
Was gibt’s? Vor allem schwarze und braune / camelfarbene Glattleder-Röcke lassen sich sehr einfach finden. Wer etwas Spezielles sucht, braucht ein wenig Glück oder sucht direkt online.
Pimp den Style: Zwei von Drei meiner Secondhand und Vintage Lederröcke sind aus einem Londoner Store – und wurden wahrscheinlich von dem Store selbst gekürzt – und zwar einfach unten abgeschnitten. Da Leder nicht auftrennen kann, ist das so gut wie idiotensicher. Wer’s noch etwas schöner machen will, klebt den Saum mit Lederkleber um (hier hab ich zum Beispiel ne kurze Anleitung gefunden). Der Rock, den ich auf den Bildern trage, ist von Wini Vintage in Amsterdam und hat um die 50€ gekostet. Die Röcke in London, z.B. der hier, ca 20€.

Der Plisseerock

Ein Modeklassiker, der lange als etwas spießig galt, aber mittlerweile gern gesehener Gast in unserer Garderobe ist. Die Faltenröcke gibt’s in Maxi, Midi und Mini, Unifarben, mit Polka Dots oder Blumenmuster. In so gut wie jedem Secondhandladen. Für meinen Lieblingsrock hab ich gerade mal 3€ bezahlt; für diesen hier auch.
Was gibt’s? Eine Riesenauswahl, mit Glück zu Super-Schnäppchen-Preisen. Ich habe bisher nie mehr als 12€ ausgegeben.
Pimp den Style: Den Gummibund im Plisseerock kann man unkompliziert austauschen oder enger machen, falls der Rock zu weit sein sollte. Wer selbst dafür zu faul ist, kann auch einfach einen Gürtel drübertragen… ;)

Denim, Denim, Denim

Jeans-Hosen, Jeans-Jacken, Jeans-Overalls, Jeans-Kleider, Jeans-Hemden… Es gab alles schon einmal, in so gut wie jeder Waschung und jedem Style. Denim kann man also richtig einfach secondhand finden.
Was gibt’s? So gut wie alles und noch viel mehr.
Pimp den Style: Wie gut man Jeansjacken mit ein paar Bügelbildern, Farbe, Nieten und ner Schere individualisieren kann, brauche ich euch wohl nicht zu erzählen. Das gilt auch für alles andere aus Denim. Aktuelles Beispiel: abgetrennter Saum, Vokuhila-Jeans und der “Flanking” – Trend: Alles ganz einfach mit Secondhand Jeans und Schere machbar (Obwohl umkrempeln die wohl nachhaltigere Variante wäre; denn der nächste Trend kommt bestimmt…)!

Kimonos

Schon länger trending: Kimonos! Auch hier gibt’s jede Menge Auswahl in der Secondhand-Welt. Ich bin bereits schwach geworden und durfte mir bei Onimossymbolsmall  einen aussuchen– dort gibt’s schöne Kimonos für einen schmalen Taler. Wer eher auf Upcycling steht, schaut bei Sissel Edelbo und Cornelia Sun vorbei.
Was gibt’s? Kimonos habe ich zwar auch schon oft in Offline-Stores entdeckt – vor allem wer in kleineren Städten wohnt, schaut aber direkt online nach einem schönen Exemplar.
Pimp den Style: Kimonos gehen und passen immer. Da gibt’s nichts zu pimpen…

College-Jacken, Band-Shirts, Trainingsjacken, 90s Trash

Brandneue Fast Fashion Bandshirts, College- oder Trainingsjacken, die auf alt gemacht sind, Mickey Mouse Shirts oder Bauchtaschen: Versteh ich nicht. Wieso kauft man nicht einfach die wirklich alten Sachen?
Was gibt’s? Alles, was es jemals gab.
Pimp den Style: Alles sieht besser aus ohne Buffalos!

Viel Spaß und Happy New Old Year mit euren neuen, alten Sachen!
Und nun möchte ich von euch wissen: Was kauft ihr besonders gerne Secondhand? Habt ihr noch ein paar Geheimtipps auf Lager?

Eine Auflistung meiner liebsten Vintage- und Secondhandshops findet ihr übrigens hier. Einfach runterscrollen bis zu dem Punkt “Vintage – und Secondhand”.

Vielen Dank an Onimossymbolsmall für die schnieken Sachen. Bald zeig ich euch auch den Kimono – versprochen!
xxx
Wiebke

Secondhand Mode: What to buy Secondhand / Vintage – auf Slow Fashion Blog sloris

* Das sind viel mehr Kleider als soziale Einrichtungen benötigen (siehe hier). Daher landet ein großer Teil dieser Altkleider in Secondhand-Läden in Deutschland und Westeuropa, aber auch in Osteuropa und Afrika (Infos siehe hier). Auf diese Thematik werde ich in einem der nächsten Blogposts noch einmal genauer eingehen!

WONDERWALL / Slow Fashion Look mit FINSTER

Neulich hab ich euch hier schon die schönsten Statement-Shirts für den Sommer vorgestellt – heute geht’s in die nächste Runde, mit einem Shirt von finster aus Hamburg.

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Wenn’s zappenduster ist, hat man die besten Voraussetzungen dafür, den Schriftzug WONDERING WOMAN auf dem Shirt zu sehen zu bekommen. Den reflektierenden Druck sieht man nämlich, klar, am besten im Dunkeln.

Ich hab’ aber einfach mal etwas riskiert und das schöne Stück am hellichten Tag ausgeführt – und siehe da – die WONDERING WOMAN kam auch bei Sonne zum Vorschein!

Finster Hamburg finster-wondering-woman-hamburg-slow-fashion-fair-fashion-blog-modeblog-sloris-faire-mode-nachhaltigkeit

Superheldinnen wie Wonder Woman mögen zwar am liebsten in der Nacht arbeiten, die Fraktion „Wondering Woman“ aber gerne auch mal tagsüber – 24/7 halt.

 

So wie die Power-Girls, die hinter dem Label stehen: Dani und Maxy drucken das reflektierende Siebdruck-Silber „authentisch nach 20 Uhr an der HFBK Hamburg auf Fairtrade-Shirts… Mehr Realität geht nicht!“ schreiben sie.

Diese Realität gefällt mir gut – und sie fühlt sich auch ziemlich gut an. Wie könnte sich ein grau-meliertes Shirt aus 100% Organic Cotton, unter fairen Bedingungen in Indien hergestellt und ausschließlich mittels erneuerbaren Energien aus Wind-und Solarkraft hergestellt, auch nicht gut anfühlen?

Siehste, weiß ich auch nicht. Müsste ich erstmal drüber nachdenken… Das richtige Shirt dafür hätte ich ja schonmal.

Finster Hamburg finster-wondering-woman-hamburg-slow-fashion-fair-fashion-blog-modeblog-sloris-faire-mode-nachhaltigkeit-fwf-fair-wear-continental-clothing-grau-meliert-shirt-hermes-vintage-dor 

Wenn ihr euch jetzt noch fragt, ob’s bei den Girls auch ziemlich coole Hipbags in tausend (na gut, zur Zeit 16) verschiedenen Ausführungen und den fanciest Brustbeutel alive gibt, kann ich nur sagen: Ja! Und noch mehr. Schonmal was von einem Joygrinder gehört? Da könnt ihr jetzt mal drüber nachdenken. Oder euch ein bisschen im finster Shop umschauen…

OUTFIT DETAILS:

T-Shirt (PR Sample):  WONDERING WOMAN Shirt von finster– Shirt von Continental Clothing – aus 100% Organic Cotton und unter fairen Bedingungen in Indien hergestellt (Continental Clothing ist Mitglied der FWF). Außerdem ausschließlich mittels erneuerbaren Energien aus Wind-und Solarkraft hergestellt und liebevoll bedruckt in der HFBK Hamburg. VEGAN/ECO/SOCIAL/*39€*

Rock: American Apparel.

Schuhe: Vintage Hermès Sandalen via D’or Hamburg

Kette: Reclaimed Vintage via asos eco editsymbolsmall

Tasche: Vintage via Mankii Vintage (Berlin).

Sonnenbrille: Von Dick Moby, fair hergestellt in Italien und aus Bio Acetat. Zur Info: Die Brille wird in einem Case aus recyceltem Leder verschickt, die Brille an sich ist vegan. VEGAN/ECO/SOCIAL/*165€*

Ach, Hamburg – im Regen mit FERDINandNOAH

Ohh Hamburg, meine Perle, du wunderschöne Stadt… Wärst mit ein bisschen Sonnenschein im Juli noch ein kleines bisschen schöner gewesen.
Aber auch im Regen lieben wir dich. Und auch, wenn ich den Spruch “Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung” gar nicht mal so toll finde, ist wohl etwas dran.

Bei Regenwetter bin ich am liebsten zu Hause – hin und wieder muss ich aber auch mal einen Fuß vor die Tür setzen.
Das mache ich dann besonders gern mit Fenno. Denn Turnbeutel Fenno macht mir bei dem Regenwetter gute Laune – durch die sommerliche Farbe, aber vor allem, weil er schmutz- und wasserabweisend ist.

  

Letztes Jahr habe ich euch hier schon meinen blauen Beutelrucksack und das Label FERDINandNOAH vorgestellt. Fenno ist nämlich nicht nur ein Schlecht-Wetter-Freund. Ob im Dauerregen, Freibad oder am Strand, beim Radeln oder Einkaufen – der blaue Turnbeutel hat mich bisher in keiner Situation im Stich gelassen. Und so ist dieses Jahr noch ein zweiter bei mir eingezogen.

Aber Fenno ist nicht das einzige Teil an diesem Outfit, das ich in doppelter Ausführung besitze:
Die Sonnenbrille von Dick Moby habe ich mir vor drei Jahren schon in einer anderen Farbe gekauft – und mich dieses Jahr noch einmal für das gleiche Modell entschieden. Die Qualität hat mich wirklich überzeugt, die Brille sitzt gut und die Gläser von Zeiss sind super.
Das schwarze T-Shirt von Funktionschnitt durfte ich mir beim Green Blogger Meetup in Köln aussuchen. Ich habe es im Winter so oft getragen, dass ich traurig war, wenn es in die Wäsche musste – so dass ich es mir einfach noch einmal gekauft habe.
Und auch, wenn ich gerne neue Brands ausprobiere und euch hier präsentiere, ist das nun schon das dritte Paar Ethletics, das in meinen Schuhschrank gewandert ist.

  

Habt ihr auch ein paar Lieblingsteile doppelt oder mögt sie so gern, dass ihr sie gern in doppelter Ausführung hättet?

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OUTFIT DETAILS:

Rucksack (PR Sample): “Fenno koralle” von FERDINandNOAH – Unter fairen Bedingungen in Europa (Deutschland und Stettin, Polen) hergestellt. VEGAN/SOCIAL/*49€*

T-Shirt: “Clean” von Funktionschnitt – Unter fairen Bedingungen in Portugal hergestellt. Aus 95% Organic Cotton und 5% Elasthan. VEGAN/ECO/SOCIAL*40€*

Schuhe: Ethletic, Modell “Fair Trainer” via Grundstoffsymbolsmall. Obermaterial und Futter: 100% Organic Cotton aus Indien (Fairtrade zertifiziert). Sohle und alle Gummiteile: Kautschuk aus Sri Lanka. Fair in Sialkot, Pakistan, hergestellt. VEGAN/ECO/SOCIAL/*64,90€*

Longbluse: American Apparel.

Sonnenbrille (PR Sample): Von Dick Moby (Farbe smoke marble), fair hergestellt in Italien und aus Bio Acetat. Zur Info: Die Brille wird in einem Case aus recyceltem Leder verschickt, die Brille an sich ist vegan. VEGAN/ECO/SOCIAL/*165€*

Swapping statt Shopping

Warum Tauschen glücklicher macht als Kaufen

Vielleicht habt ihr’s mitbekommen: Vor gut einem Monat fand die “Fashion Revolution Week” statt. Ab dem 24. April, dem Tag, an dem vor 4 Jahren das Rana Plaza Unglück passierte, taten engagierte Menschen rund um den Globus 7 Tage lang gemeinsam alles dafür, dass die fiesen Seiten der Fast Fashion nicht in Vergessenheit geraten. Und, noch wichtiger, dass es die nachhaltigen Alternativen, die es zur Wegwerf-Mentalität gibt, raus aus der Nische und rein in möglichst viele Köpfe schaffen.

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Auch in Hamburg gab es jede Menge Experten-Talks und Diskussionen rund um’s Thema Slow Fashion. Unter anderem gab es auch einen Kleidertausch Pop Up Store in der B-LAGE, wo in dieser Woche “Tauschen statt Kaufen” die Devise lautete.

Von meiner ersten und bis dato gleichzeitig letzten Kleidertauschparty, von der ich euch bereits hier erzählt habe, ging ich mit gemischten Gefühlen nach Hause. Meinen eigenen Tipp, “Geht nicht mit den Erwartungen zur Party, für 10 abgegebene Teile auch 10 neue Lieblingsstücke zu finden”, befolgte ich vorm Besuch des Kleidertausch Pop Ups und ging also ohne große Erwartungen zur B-LAGE. So oder so würde es eine schöne Mittagspause werden, da ich dort mit Sophie vom Blog helllaut verabredet war und auch die Kunstkinder, die an dem Tag Store-Aufsicht hatten, endlich mal wiedersehen würde.

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Wir gaben also unsere mitgebrachten Sachen ab und erhielten im Gegenzug verschiedenfarbige Punkte. Das Punktesystem reichte vom “Alltagsflirt” (1 Punkt, das konnte zum Beispiel ein Fast Fashion T-Shirt sein) bis hin zur völligen “Ekstase” (5 Punkte, besondere Teile, die jedes Modeherz schneller schlagen lassen). Die Vergabe der Punkte empfand ich als sehr fair und mit den Pünktchen in der Hand ging’s los ans Kleiderstangen auschecken.

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Schon auf den ersten Blick machten die an den Stangen hängenden Klamotten einen viel hochwertigeren Eindruck als auf meiner ersten Tauschparty. Alles war super sortiert und selektiert. Durch das Punktesystem und die Tatsache, dass jeder maximal 3 Kleidungsstücke mitbringen durfte, hat man sich vorher wahrscheinlich doch etwas genauer überlegt, was man mitbringt. Es kam kein hektisches Wühltisch-Feeling auf; vielmehr hatte man das Gefühl, in einem “richtigen” Shop zu sein (war man ja auch streng genommen) – und so habe ich in netter Atmosphäre ein paar neue Schrank-Lieblinge gefunden, die ich dann mit den hübschen Punkten, dem “Tauschgeld”, bezahlen konnte.

Ein riesen Dankeschön geht an dieser Stelle an die Organisatorinnen, die all dies möglich gemacht haben: Vanessa von der B-Lage, die Kluntje-Mädels, die Kleiderei-Girls, die Superfrauen von Bridge & Tunnel (zu dem Label gibt’s bald mehr auf dem Blog!) und die Kunstkinder! #GRLWPR ???

Warum Tauschen also glücklicher macht als Kaufen? Hier meine Top 5 Gründe:

1. Spar’ Geld! 

Tauschen ist wie Shoppen – lässt aber die Kreditkarte nicht glühen. Das Gefühl vom Stöbern, Sachen entdecken und anprobieren ist das Gleiche – und macht genauso viel Spaß wie der Wochenend-Bummel mit der besten Freundin! 

2. Mach’ Platz im Kleiderschrank!

Um bei einer Tauschparty mitmachen zu können, braucht man erstmal eines: Sachen, die man selbst nicht mehr bei sich haben möchte. Ein Tausch-Event ist also eine super Gelegenheit, um den Kleiderschrank auszumisten: Denn so gut wie jeder hat ein paar Schrankhüter zu Hause herumliegen, deren Anblick ein schlechtes Gewissen à la „das müsste ich auch mal wieder anziehen“ macht. Mit dem Gedanken daran, ein ungeliebtes Teil in ein neues Lieblingsstück ertauschen zu können, mistet es sich noch besser aus und man trennt sich leichter von Dingen – vor allem, wenn es sich nicht um 5€-Neupreis-Teile handelt, sondern um richtig gute Sachen, die man aber leider trotzdem nicht anzieht… Kurz: ein frisch ausgemisteter Kleiderschrank macht zufrieden!

3. Freu’ dich über Glücksgriffe!

Mit dem Tauschen ist es wie im Secondhand-Laden: es gehört ein bisschen Glück dazu! Jedes Teil gibt’s nur ein Mal und nur in einer Größe. Wer ein bisschen Geduld mitbringt und sich genügend Zeit zum Durchschauen aller Sachen nimmt, hat also definitiv größere Chancen auf ein positives Tausch-Erlebnis. Tipp: Auch mal einen Blick in die Grabbelkisten werfen – denn dort finden sich oft verborgene Schätzchen! Und wer schonmal einen richtigen Glücksgriff gelandet hat, weiß, wie freudig das macht…

4. Schenk’ deiner Kleidung ein zweites Leben!

Ungeliebte Schrankhüter werden zu neuen Lieblingsstücken – und damit wird dem Kleidungsstück ein weiteres Leben geschenkt, anstatt es, im worst case, wegzuschmeißen. Selbstverständlich gibt es auch andere Möglichkeiten, seiner Kleidung ein zweites Leben zu ermöglichen- Tauschen macht aber am glücklichsten, behaupte ich jetzt einfach mal. Wenn man seine Sachen abgibt und merkt, wie schön andere Leute sie finden und wie sie vielleicht sofort eine neue, verliebte Besitzerin finden, ist das ein grandioses Gefühl, ich sag’s euch!  Darüber hinaus sind Kleidertauschpartys allgemein ein wichtiges Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft und den Konsum von Billigmode. Das Prinzip “Kleider leihen” wird durch sie präsenter in den Köpfen und führt im besten Fall zum Überdenken des eigenes Konsumverhaltens. 

Denn die Realität sieht so aus: 40 Prozent der Frauen gehen laut einer von Greenpeace beauftragten Studie (siehe S.11) regelmäßig shoppen, obwohl sie gar nichts brauchen. Shoppen ist zum Hobby geworden, zur Freizeitbeschäftigung- man trifft sich mit Freunden, um einkaufen zu gehen. Und da wären noch die typischen Belohnungskäufe, zu denen Menschen leider neigen, wenn sie sich sich überfordert oder einfach schlecht fühlen und sich “etwas Gutes tun” wollen. Bei dieser Art von Shopping ist es oft nur das Gefühl, ein neues Teil in der Einkaufstüte nach Hause zu tragen, das zählt. Fragen wie “Brauche ich das überhaupt?” spielen bei diesem Konsumverhalten keine Rolle. Es geht lediglich um den kurzen Kick. Dieser kann durch das Tauschen genauso befriedigt werden – auf viel nachhaltigere Art und Weise! Jedes Kleidungsstück, das ertauscht anstatt neu gekauft wird, sorgt dafür, dass weniger Ressourcen verbraucht werden. Check!

5. Hab’ ein gutes Gefühl beim Weggeben deiner Sachen!

Zum Schluss noch eine weitere gute Nachricht: Die meisten Tausch-Events arbeiten mit lokalen sozialen Einrichtungen zusammen, an die die übrig gebliebenen Teile gespendet werden. 

Tausch-Outfit: Cherry blossom & swapped pullover

Und jetzt gibt’s direkt noch ein Outfit mit meinem frisch ertauschten Pullover.
Langsam wird’s mit ihm wegen des hohen Kaschmir-Anteils draußen schon zu warm, aber für kühle Sommernächte und die nächste kalte Jahreszeit ist er perfekt:

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OUTFIT DETAILS:

Sonnenbrille: alt, Fast Fashion // Slow Fashion Varianten hier & hier
Pullover: ertauscht // Slow Fashion Variante hier
Blazer: alt, Fast Fashion // Slow Fashion Variante hier
Jeans: alt, Fast Fashion // Slow Fashion Variante hiersymbolsmall & hiersymbolsmall
Tasche und Gürtel: Vintage
Schuhe: Alte Schuhe von meiner Mutter :) // Slow Fashion Variante hier (Leder) und hier (vegan)

Boyfriend Shirt-Boredom/ Outfit

Puh! Leute. Ganz ehrlich: Ich bin ganz schön erleichtert, denn endlich haben wir schönes Wetter und langsam kommt der SOMMER! :)
Ich habe nämlich wenig bis gar keine Lust mehr auf diese ständigen Jeans-Sneaker-Bluse-Pullover-Mantel-kannsnichtnochetwasmehrzwiebellooksein-esistsokalt-unddannwiedersowarm-ohneejetzthabichmeinenschalvergessen-Outfits. Wie dieses hier! Haha. Hoffen wir, dass es erstmal das letzte seiner Art hier ist und ich die Mäntel bald komplett in den Sommerschlaf schicken kann! ;-PBoyfriend Shirt Acne Studios Second Hand Vintage Mode Fair Fashion Sloris
Von meiner Herbst/Winter-Garderobe bin ich schon so genervt und gelangweilt, dass ich mich regelmäßig am Kleiderschrank meines Freundes bediene. So wie hier: Hemd und Sonnenbrille habe ich einfach mal auf meine Seite des Schranks wandern lassen… ;)
Boyfriend Shirt Acne Studios Second Hand Vintage Mode Fair Fashion SlorisBoyfriend Shirt Acne Studios Second Hand Vintage Mode Fair Fashion Sloris
Ansonsten trage ich viel Second Hand: Der Mantel ist ein ganz alter von meinem Papa, den Ring hat mir meine Omi geschenkt (die wird heute übrigens 90! Happy Birthday, liebe Oma <3) , die Kette gab’s für 2€ beim Pick & Weight in der Schanze und die Aigner-Tasche habe ich noch zu hannoveraner Zeiten im Fairkauf geschossen.
Die Jeans ist von Nudie Jeanssymbolsmall und die Sneaker immernoch von Veja. ;)Boyfriend Shirt Acne Studios Second Hand Vintage Mode Fair Fashion SlorisBoyfriend Shirt Acne Studios Second Hand Vintage Mode Fair Fashion Sloris
Hemd und Sonnenbrille sind schon so 2,3 Jahre alt– Hemd von Acne Studios (Mitglied der FairwearFoundation) und die Brille von Retrosuperfuture (handmade in Italy) !

Hier gibt’s heute also nix neues, bloß viel altes und ein paar “geliehene” Sachen…
Ende Mai geht’s aber endlich für mich in den Urlaub: eine Woche ab nach Barcelona- mit Besuch vom Primavera Sound Festival! Ich kann es kaum erwarten, juchhuuu! Spätestens dann gibt’s hier auch endlich mal wieder etwas Sommer-Feeling auf dem Blog. Und vielleicht mal wieder etwas Farbe. Obwohl das Rosa und Grün jetzt ja auch schon richtig bunt sind, vergleichsweise zu 98% meiner Outfits hier… Hachja, verzeiht! ;)

Wie Peter Lustig jetzt sagen würde:Jetzt kommt ja eh nichts mehr, also abschalten.
Genießt den wunderbaren Sonn- und Muttertag!
Und an alle Mamis da draußen: Alles Liebe zum Muttertag! <3

Trenchcoat, Turtleneck und ein bisschen Gold / Outfit

Der Sommer ist weg, in 2 Tagen offizieller Herbstanfang und schon bald werden die Uhren wieder umgestellt.
Das Wetter in Hamburg ist trotzdem ganz gut zu ertragen – und auch im Trenchcoat ist es hier noch nicht zu kalt.

SLORIS_Outfit_Fall_4

Der ist übrigens von der Kleiderei und daher leider nicht in meinem dauerhaften Kleiderschrank zu Hause. Das Probetragen hat sich in diesem Fall aber definitiv gelohnt und sobald ich den schönen Mantel zurückschicke, werde ich Ausschau nach einem würdigen Nachfolger halten.

Ich hoffe ja auf ein schönes Vintage-Schnäppchen, aber bei Armedangels habe ich auch schon einen erspäht… Für den Übergang sind Trenchcoats einfach perfekt – genau wie das schwarze Rollkragenpulloverkleid von PeopleTreesymbolsmall, das ich schon im letzten Jahr gekauft habe. Momentan kann man es aber noch für 48,98€ (Organic Cotton,VEGAN/ECO/SOCIAL) im Sale zu ergattern :)

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Neu bei  mir zu Hause ist das Schmuckset von KaaLee Berlin. Die Berliner Manufaktur fertigt aus Lederresten von alten Kollektionen (das kleine Label gibt es bereits seit 7 Jahren, alle Reste von Produktionen wurden gesammelt) kleine Schmuckstücke. Für einige Teile wird vegetabil gegerbtes Leder von Ecopell benutzt.

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Ich habe mich für ein Set in Gold Metallicsymbolsmall entschieden – und finde, dass es ganz gut zu dem klassisch-schlichten Look mit Trenchcoat und Turtleneck passt. Von Roségold bis Petrol gibt’s aber vielviel Auswahl, so dass für so ziemlich jeden Farb-Typ etwas dabei sein dürfte. Wer nicht so der Online-Shopper ist, kann sich die Schätzchen übrigens auch im KaaLee- Store in Friedrichshain, in der Niederbarnimstr. 11, ansehen.

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Meine GRACE- Tasche von Beliya war mal wieder dabei; genau wie die Dick Moby Sonnenbrille und meine Acne Colt Bootssymbolsmall. Der Nagellack “Classic Red” ist von Alterra und 5free (5 „typische“ toxische und als gefährlich eingestufte Stoffe, die gerne für Nagellack verwendet werden, sind nicht enthalten).

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Vielen Dank für die schönen Teile, KaaLee! <3

4 Teile, 30 Tage: Ein Monat Kleiderei

– Kleide-was?!

Wie ihr vielleicht schon bei Instagram oder Facebook gesehen habt, habe ich seit kurzem ein Abo bei der Kleiderei. Das ist nicht etwa ein Zeitschriften-Abo und auch mit Kleiderkreisel hat es nichts zu tun: “Kleiderei” kommt vielmehr von “Bücherei” – Bei der Kleiderei kann man sich also Klamotten ausleihen! Das hört sich doch traumhaft an, oder?!

– So funktioniert’s

Für 34€ im Monat (inklusive Hin- und Rückversand) kann man sich jetzt 4 Teile aussuchen, die man für einen Monat sein Eigen nennen darf. (Man kann diese 4 Teile auch einfach für einen weiteren Monat verlängern, für einzelne Teile geht das aber leider nicht.)
Findet man keine 4 Teile, kann man auch weniger bestellen bzw. den curated borrowing Service nutzen: das Paket wird dann einfach mit Sachen aufgefüllt, die zu dir passen. Damit die Sachen möglichst gut zum Typ passen, kann man einen Test beantworten mit Fragen wie “Welche ist deine Lieblingsstadt“?
Der Kleiderei Test: Kleidung leihen bei der Kleiderei im Abo. sharing is caring - Designermode leihen, etsten und zurück schicken!
Wenn Sachen, die man gerne ausleihen würde, vergriffen sind, kann man sich für eine Benachrichtigungs-Mail anmelden.
Hat man seine Lieblingsteile ausgewählt, kommen die Klamotten per Post nach Hause – natürlich mit dem Go Green Versand der DHL.

– Mein Paket

In dem Päckchen lag neben den vier Sachen auch noch eine süße, handgeschriebene Postkarte und ein Blonde Magazin: wie schön, dass Zeit für solch nette personalisierte Zeilen ist! Erst als ich ins Paket guckte, wurde mir bewusst: Es ist alles so schwarz-weiß! Ich hatte mir zwei weiße und zwei schwarz-weiße Sachen ausgesucht:
Das Top Zuzsaden Pullover Almina, das Top Mary  und den Blazer Justina.
Die Sachen waren alle super in Schuss. In einer Blazer-Tasche fand ich ein altes Taschentuch, aber da es schon mindestens ein Mal durchgewaschen wurde, wusste ich wenigstens sicher, dass er frisch gewaschen war ;-P Also gar kein Ding. Kann ja auch mal passieren, wenn man sich etwas bei einer guten Freundin ausleiht.

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3 der 4 Teile waren übrigens vom großen Schweden, der weiße Pullover war von Rodebjer. (Mit Ausnahme von Designerware sieht man übrigens online vorher nicht, von welcher Marke die Sachen sind).

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Am meisten getragen habe ich eindeutig den Blazer. Ich trage sonst sehr sehr selten Blazer, aber dieser hier ist ja sehr leger geschnitten und gefiel mir echt ganz gut. Und passt super zu meinem Graustufen-Kleiderschrank. Hehe.

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Hier trage ich ihn mit einem weißen T-Shirt von People Tree (das ist ähnlich), dem schwarzen Lederrock von Wini Vintage aus Amsterdam (hier habe ich schon einmal Alternativen vorgestellt) , Punkte-Strumpfhose von Swedish Stockings und meinen Veja-Tretern. Ohrringe, Armband und Ring sind auch von People Tree.

Der Kleiderei Test: Kleidung leihen bei der Kleiderei im Abo. sharing is caring - Designermode leihen, etsten und zurück schicken!
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Knapp vom Blazer gefolgt kommt das gestreifte Top mit Nieten. Das habe ich super gerne vor allem abends getragen; zu Sneakers oder hohen Boots.

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Oh Flausch, oh Flausch, dir werde ich hinterher trauern: der Pulli von Rodebjer hat eine Superflauschecke!!! Ich bin großer Fan. Und fand auch zu diesem Pulli die Lederrock-Punkte-Strumpfhosen-Kombi schön. Hier mussten aber dann die Colt Boots von Acne her.

Der Kleiderei Test: Kleidung leihen bei der Kleiderei im Abo. sharing is caring - Designermode leihen, etsten und zurück schicken!
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Mein “Fehlkauf” war definitiv das Top. Ich hatte es öfter morgens an, habe es aber immer wieder ausgezogen und mich umentschieden. Ein Mal hatte ich es dann doch an, aber mich einfach unwohl gefühlt. Es hat tierisch aufgetragen und mir eine komische Form gemacht. Guido würde sagen: “Es tut nichts für sie!” Daher bin ich in diesem Fall sehr froh, dass es einfach weg ist aus dem Schrank. ;-)

Der Kleiderei Test: Kleidung leihen bei der Kleiderei im Abo. sharing is caring - Designermode leihen, etsten und zurück schicken!
Der Kleiderei Test: Kleidung leihen bei der Kleiderei im Abo. sharing is caring - Designermode leihen, etsten und zurück schicken!

Der Kleiderei Test: Kleidung leihen bei der Kleiderei im Abo. sharing is caring - Designermode leihen, etsten und zurück schicken!
– Mein Fazit nach einem Monat Kleiderei im Test:

  • Für die Kleidergrößen S und M gibt’s auf jeden Fall eine fette Auswahl! Bei XS musste ich schon etwas länger suchen.
  •  Gerade für Leute, die nicht in einer Großstadt wohnen, ein Paradies! Für die 34€ kann man sich in jedes Dorf monatlich vier neue Teile ordern. Das finde ich schon richtig cool. Und da es auch noch nachhaltig gedacht ist, hätten mir meine Eltern zu Teenager-Zeiten bestimmt “gerne” so ein Abo bezahlt… ;)
  •  Es ist toll, dass man sich so einfach ausprobieren kann und etwas herumexperimentieren, ohne am Ende den Schrank voller Sachen zu haben, die doch nicht zum Typ passen. Perfekt zur Stilfindung oder für Mottopartys!
  •  Obwohl alle Sachen gepasst haben, fehlt mir ein bisschen das Anprobieren. Beim online Shopping kann man das nicht passende sofort zurückschicken – das weiße Top musste so gut wie einen Monat in meinem Schrank liegen, bis ich es wieder zurückgeben konnte.
  • Mir kam es so vor, dass ein viel größerer Teil der Sachen verliehen ist und relativ wenig (aber immer noch genug) Zeug zum Ausleihen da ist. Als Alternative wird für diese Fälle aber wie erwähnt das curated borrowing angeboten.
  • Bei der Kleiderei kann man auch einige fair produzierte Teile von lokalen Jungdesignern ausleihen, was ich natürlich super finde. Hoffentlich kommt da noch viel mehr in Zukunft :)

Was soll ich sagen!? Das ist Meckern auf sehr hohem Niveau. Ich habe großen Respekt davor, was die beiden auf die Beine gestellt haben. Ich liebe den Grundgedanken der Kleiderei und hoffe, dass sie weiterhin so gut angenommen wird. Und wächst. Denn all die Dinge, die ich für verbesserungswürdig halte, werden auch in den FAQs thematisiert.

– Mitmachen und Klamotten spenden:
Gut erhaltene Stücke kann man ganz einfach zur Kleiderei schicken; das Porto wird übernommen. So kann man einzelne Teile oder sogar eine ganze Kollektion nach sich benennen lassen, wenn man Bock drauf hat. Yeah. Mehr dazu gibts hier unter #9!

Blue sky, blue skirt / Outfit

Juhuuu- ich freu mich immer noch wie ein kleines Kind über jeden sonnigen Tag in Hamburg.

Wer mir auf Instagram folgt, weiß bereits von meinem Einkauf bei Pick & Weight Bescheid. Heute kommt endlich das erste Outfit mit einem Teil aus dem hamburger Secondhandladen: Der blaue Midi-Rock.

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Bei Pick & Weight wird, wie der Name schon sagt, der Einkauf nach Kilo bezahlt. Es gibt in dem Laden 3 Preiskategorien: 20€ pro Kilo, 30€ pro Kilo und 40€ pro Kilo. Die Sachen sind dementsprechend mit einer Farbe gekennzeichnet, so dass man ganz easy erkennen kann, zu welcher Kategorie ein Stück gehört. Wer sich nicht an der Kasse mit den Preisen überraschen lassen will, wiegt schon einmal an der Testwaage (einfach vorm Wiegen auf den Knopf mit der richtigen Farbe klicken) und überlegt sich dann, welche Teile mit nach Hause kommen sollen.

Bis zum letzten Jahr besaß ich keinen einzigen langen Rock, weil ich mich immer zu klein dafür gefühlt habe. Und es stimmt ja auch: kürzere Röcke machen längere Beine.

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Doch dann landete ich einen Glücksgriff in einem Secondhandladen in der Nähe meiner Heimatstadt: ein superschöner, roter, langer Rock. Für 3€ war er meiner und ich habe ihn den Sommer über sehr sehr sehr oft getragen.

Umso toller, dass ich mir nun noch ein Exemplar in dunkelblau geschnappt habe, dass ich mit Sicherheit genauso lieben werde. Trotz meiner 1,60. Ich finds gar nicht soo schlimm – selbst mit flachen Schuhen. Und so ein Rock ist einfach ein absolutes Wohlfühlteil!

Das erste Mal ausgeführt habe ich ihn mit einem Crop Top von American Apparel (immerhin zumindest angeblich noch Sweatshopfree hergestellt, 32€) , Slip-Ons von Ahimsa (VEGAN/ECO/SOCIAL,79€) und meiner Beliyatasche (ECO/SOCIAL,299€). Mein neuer ständiger Begleiter, die Dick Moby Sonnenbrille (VEGAN/ECO/SOCIAL,139€) war natürlich auch am Start.

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Der Rock besteht übrigens aus 100% Polyester, was nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstoffen gehört – er fühlt sich aber auch nicht so unangenehm Plastik-mäßig an, eher nach Baumwolle – und man schwitzt auch nicht in ihm. Sehr gut erhalten ist er auch noch und für 10,40€ zwar kein mega-Schnäppchen wie der rote Rock, (bald zieh ich ihn an und dann folgen Fotos!) aber mit Großstadt- Aufschlag immer noch ein guter Fang, wie ich finde. Jetzt müssen nur noch viele sonnige Tage kommen, um das neue Lieblingsstück auch ausführen zu können :)

#tauschdichaus Hamburg: so war’s!

Obwohl ich mich ja nun schon über 2 Jahre mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Mode beschäftige, war ich am Samstag das erste Mal auf einer Kleidertauschparty.

Greenpeace lud zur #Tauschdichaus -Party ins Haus 73 auf der hamburger Sternschanze ein – das durften eine Freundin und ich uns selbstverständlich nicht entgehen lassen. Von 12 bis 17 Uhr konnten tauschfreudige Besucher ihre alten Schrankhüter gegen neue Lieblingsteile wechseln.

Im Haus 73 angekommen bekam man eine kurze Info und einen Zettel, auf den man zu mindestens einem mitgebrachten Teil, mit dem man etwas bestimmtes verbindet oder mal verbunden hat, diese persönliche Geschichte aufschreiben konnte. Die Greenpeace Mitarbeiter erhofften sich durch die kleinen Nachrichten, dass die neuen Besitzer das frisch getauschte Kleidungsstück so noch lieber mögen und somit auch länger tragen würden.

Wir schrieben unsere Geschichten auf die Etiketten, knoteten sie an die Teile und schon standen wir am Empfang, bei dem wir unkompliziert unsere nicht mehr gebrauchten Sachen abgeben konnten. „Legt einfach alles auf dem Tisch hier ab – Danke!“ Meinten die trotz des Gewusels tiefenentspannten Mädels in ihren knallgrünen Shirts.
Obwohl man eigentlich nur 1-10 Teile abgeben sollte, habe ich kleiner Rebell ganze 14 Sachen abgegeben. Pssssst! ;)
Die abgegebenen Sachen wurden nun von den fleißigen Greenpeace Mitarbeitern auf Bügel gehängt und zu Kleiderstangen getragen, gefaltet und geordnet zu den passenden Tischen gebracht.
Zunächst stöberten wir etwas planlos durch die Gänge und durchsuchten die Stände nach potentiellen neuen Lieblingsstücken. Nach der ersten gedrehten Runde waren wir beide ein wenig enttäuscht: Nicht viel in meiner Größe, nicht viel in unseren Farben bzw. in Stoffen, die gut einzufärben wären. Ein paar Dinge hatten wir zwar trotzdem in den Händen, aber nichts, das wirklich unsere Begeisterung geweckt hätte. Etwas ernüchtert setzten wir uns auf zwei Barhocker, die recht vorne am Empfang standen.

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Wir beobachteten das wilde Treiben – bis einige neue Besucherinnen und damit auch ein ganzer Schwung neuer Klamotten dazukamen. Da wir ganz vorne standen und bereits beobachten konnten, welche Teile nun neu „ins Sortiment“ wanderten, stachen uns einige Sachen sofort ins Auge, die wir uns direkt von den Greenpeace Mitarbeitern geben lassen konnten.
Als wir nun beide das Gefühl hatten, ein paar neue Lieblingsstücke entdeckt zu haben und bereits zufrieden mit der Ausbeute waren, entschied sich in just diesem Moment die Welt dazu, unterzugehen. Es fing an zu Blitzen und Donnern und der Regen wollte nicht aufhören.

„Sollen wir die Sachen dann mal anprobieren gehen?“ fragte meine Freundin. Darüber hatten wir vorher überhaupt nicht nachgedacht – schließlich hatten wir beide noch weniger als 10 Teile auf dem Arm, so dass wir einfach alle hätten einstecken und mitnehmen können.
Doch da wir nun wirklich noch nicht nach Hause gehen wollten, gingen wir in den Bereich, der zum Anprobieren vorgesehen war: eine Ecke, in der mehrere Spiegel und ein paar Stühle zur Klamotten-Ablage platziert waren. Beim Anprobieren sortierten wir noch einmal einige Stücke aus – zu groß, Schnitt unvorteilhaft, zu kurz, blöder Stoff.
Ich bin wirklich froh, dass wir noch zum Anprobieren geblieben sind – hätten wir das nicht gemacht, wäre ich mit einigen Teilen nach Hause gegangen, die, zu Hause einmal angezogen, direkt wieder in der Flohmarkt-Kiste bei den anderen aussortierten Stücken gelandet wären. So konnte man die Teile direkt vor Ort lassen und den anderen Besucherinnen noch die Chance geben, es für sich zu entdecken.

Mit 4 (ich) und 8 (meine Freundin) Teilen standen wir nach der Umkleiden-Aktion noch einmal kurz in der Nähe des Empfangs, an dem eine Besucherin auf meine Freundin zukam und ihr ein T-Shirt vom Arm riss: „Das hier hätte ich gern wieder. Ich hatte das falsch verstanden. Und die Lederjacke, die dabei war, auch.“ Leider hatten wir von der Lederjacke nichts gesehen – was sie uns zunächst wohl nicht zu glauben schien.
Wir fragten uns: Was war an dem Prinzip nicht zu verstehen? War sie enttäuscht? Das T-Shirt, das sie sich von meiner Freundin zurück geholt hatte, war von H&M. Also nichts sonderlich spezielles. Die Regeln waren auf dem Weg zum 1. Stock sogar noch auf 3 Plakaten erklärt worden. Doch vielleicht zu grob? Hatte sie die Regeln bei Facebook nicht gelesen? Schade, dass es scheinbar trotzdem noch zu Missverständnissen kam. Vielleicht war diese Besucherin bereits auf einigen Tausch-Partys gewesen; meistens werden die Klamotten dann bewertet und je nach Zustand werden Punkte oder Münzen vergeben, die sich dann in neue Lieblingsstücke eintauschen lassen.

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Ich kann zwar keinen Vergleich zu anderen Tauschpartys machen, hier aber trotzdem mein Fazit:

Für mich war es eine gelungene Kleidertauschparty-Premiere. Ich hatte endlich mal wieder einen Grund und eine Deadline, um meinen Schrank auszumisten.
Die Organisation von Greenpeace war wirklich super – es gab Live-Musik von einem DJ, für Kuchen und Getränke war gesorgt und die Mitarbeiter waren gut gelaunt und hilfsbereit.
Das Vorurteil, dass „alle nur ihren Ramsch mitnehmen“ hat sich zwar nicht bestätigt, doch ich muss sagen, dass viele Teile dabei waren, die man unter anderen Bedingungen bereits vorher hätte aussortieren können. So hatte man aber ein noch größeres Erfolgserlebnis, wenn man ein tolles Teil auf einem der Ständer entdeckt hat.

Die übrig gebliebenen Teile wurden übrigens zur Kleiderkammer Wilhelmsburg gebracht. Sie verteilt die Kleidung an bedürftige Menschen in Hamburg gegen Spende; für Obdachlose ist die Kleidung kostenlos.

Während ich zwar einen Plan im Kopf hatte von dem, was ich noch gerne zu meinem Kleiderschrank dazu addieren würde (ein Streifen-Shirt, eine relaxed fit 90s Jeans, einen schlichten, langen schwarzen Cardigan und einen leichten Sommermantel) aber mir diese doch recht speziellen Teile einfach nicht begegnen wollten, hatte meine Freundin durchaus einfachere Wünsche: Crop Tops und Jeans Shorts für den Sommer! Anstatt direkt nach der ersten Crop Top und Shorts-freien Runde verzweifelt das Handtuch zu schmeißen, schauten wir uns die Sachen noch einmal genauer an: Was kann man färben? Abschneiden? Umnähen? Und nach und nach häuften sich die Kleidungsstücke auf ihrem Arm.
Unter anderem erstand sie dieses Kleid im Leo-Print , dessen Schnitt und Passform uns beiden nicht so zusagte. Doch mit dem Gedanken im Kopf „Das kann man unter der Naht super abschneiden! Crop Top, here we go!“ landete es auf dem „Mitnehmen“-Stapel. Und so sah unsere Aktion dann aus:

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Das Kleid war übrigens komplett ungetragen; das Preisschild (Neupreis 9,99€, reduziert auf 5€) war noch dran. Allgemein haben wir hauptsächlich Sachen von Fast Fashion Brands gesehen: H&M, Primark, Zara. Doch meine Freundin hat immerhin ein T-Shirt aus Organic Cotton mitgenommen. Ich musste mich tatsächlich überwinden und habe mir die Frage gestellt, ob ich diese Sachen wirklich mitnehmen will oder sollte. In 2 Sachen habe ich überhaupt nicht gefunden, wo sie hergestellt wurden, ein Teil war Made in China, das andere in Marokko. Ich hatte kurz ein komisches Gefühl im Bauch. Vielleicht, weil es mich an alte Zeiten erinnert hat; Zeiten,in denen ich schon genau dieses Gefühl im Bauch hatte: „Irgendwie ist es nicht richtig, das zu kaufen, aber ich mach’s jetzt trotzdem.“ Zeiten, in denen ich mir bereits bewusst war, welches System ich mit meinen Einkaufen unterstützte und ich bei jedem Einkauf ein schlechtes Gewissen hatte – aber immer weiter einkaufte… Wie ihr seht, habe ich mich aber doch dafür entschieden, die Teile mitzunehmen– denn schließlich ist Secondhand-Kaufen immer noch unschlagbar in Sachen Nachhaltigkeit. Jedes getauschte Teil mehr bedeutet ein weggeschmissenes Teil weniger. Gebrauchte Kleidung von Fast Fashion Brands zu verschmähen stellt sich für mich persönlich nicht als sinnvoll dar.

Und das hier sind die Teile, die es in meinen Kleiderschrank geschafft haben:
Ein graues Shirt mit schwarzen Ärmeln, ein leicht durchsichtiges, langes Print-Tanktop, ein langärmliges Kleid aus weißer Spitze und ein süßer kurzer Jumpsuit.
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Hier ein paar Tipps für eure nächste Kleidertauschparty:

– Ein Outfit anziehen, in dem man sich unkompliziert umziehen kann! Ich hatte beispielsweise ein schwarzes Top und einen kurzen Faltenrock an – mit den bequemen Slip Ons und meiner geräumigen Tasche von Beliya das perfekte Outfit für stressfreies Umziehen in der Gruppenumkleide.

– Das mit dem Rock ist auch immer besonders praktisch, da man andere Röcke, Jeans und Shorts unkompliziert anprobieren kann, ohne dem Rest des Raums seinen Allerwertesten entgegenstrecken zu müssen… Möchte man auch Oberteile anprobieren, vorher daran denken, einen halbwegs schönen BH anzuziehen (oder ein Bikini-Top, falls es euch unangenehm ist, in Unterwäsche dazustehen).

– Nur Kleidung zum Tauschen weggeben, bei der man sich wirklich sicher ist, dass man sie nicht mehr anziehen wird und sie beispielsweise auch nicht lieber einer Freundin geschenkt / sie auf Kleiderkreisel verkauft hätte, etc. – so vermeidet man vor Ort eine panische Suche nach den eigenen Sachen und freut sich, wenn man sieht, dass anderen die eigenen ausgedienten Stücke gefallen.

– Nehmt euch die Zeit und probiert die Sachen an! Somit vermeidet ihr weitere Schrankleichen bei euch zu Hause und gebt den anderen Besucherinnen noch die Chance auf ein neues Lieblingsteil. Bei dem Umkleidebereich lagen auch noch auffällig viele schöne Teile herum – was natürlich total Sinn macht, da in dem Bereich dann schon die erste Selektion stattgefunden hat. Lohnt sich also allemal, in den Umkleide-Ecken vorbeizuschauen!

– Geht nicht mit den Erwartungen zur Party, für 10 abgegebene Teile auch 10 neue Lieblingsstücke zu finden.

– Versucht beim Sichten der Klamotten kreativ zu denken: Was suche ich? Kann ich das Kleidungsstück färben, umnähen oder abschneiden, um das zu bekommen, was ich haben möchte?