Acne

Seasons are so yesterday / Outfit

SEASONS ARE SO YESTERDAY:

Unter diesem Motto haben wir Mädels vom Fair Fashion Squad uns zusammengetan und wollen zeigen, wie einfach es ist, seine geliebten Sommerteile auch im Winter zu tragen. Und sich von den saisonalen Modetrends zu trennen.

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Wobei man bei den ständig neu aufploppenden Kollektionen schon eher von “täglich neuen Trends” sprechen kann: Denn das Modekarussell dreht sich immer schneller. Zu den klassischen Herbst/Winter und Frühjahr/Sommer Kollektionen haben sich längst diverse Resort- oder Cruise Collections, Pre-Fall-Collections, Capsule Collections und „Classics“ gesellt.

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Die Fast Fashion Riesen bekommen täglich neue Ware in ihre Stores geliefert und der „New In“ Button zeigt uns auch online im Live-Ticker die neusten modischen Zugänge in den Shops. Zusätzlich gibt es nicht wie “früher” nur zwei mal im Jahr den Sommer- oder Winterschlussverkauf, sondern ständig einen Sale: Ob Mid-Season Sale, Winter-Sale oder Summer-Sale ist dabei total egal. Irgendein Grund zum Kaufen fällt den Werbestrategen immer ein. Die Hauptsache ist schließlich, dass ordentlich Gewinn dabei rausspringt und die Leute in der Konsum-Maschinerie nicht zum Stillstand kommen.

Denn mit ein wenig Ruhe und Abstand betrachtet könnte man sein eigenes Kaufverhalten schlimmstenfalls analysieren und auf die Idee kommen, dass das kurze Glücksgefühl des Impuls-Kaufes sich schnell wieder legt, wenn man das neue, tolle Teil in den Schrank legt – der sich ständig mehr und mehr füllt und man trotzdem das Gefühl hat, nichts zum Anziehen zu haben.

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Doch wie sich in der Mode Trends und Einflüsse verändern, so ändern sich auch die Menschen, die Generationen und die Einstellung zum Konsum. In der neuen Zukunftsstudie Handel 2036 heißt es:

„Reichtum und Konsum ist eher etwas für die älteren Generationen. Wahrscheinlich können wir nicht mehr so gedankenlos einkaufen“

, sagt ein Teilnehmer der Studie aus der Generation Y. Besitz wird neu bewertet, Erlebnisse zählen wieder mehr. „Was brauche ich wirklich?“ lautet die neue Leitfrage. In Zukunft gilt als cool, wer nicht alles haben muss – diesem Statement stimmen 63 Prozent der Deutschen zu. Für den Handel bedeutet das einen Strategiewechsel von Quantität zu Qualität: Das gekaufte Produkt muss dem Einzelnen tatsächlich wieder etwas bedeuten und wert sein.“ (S. 57 im PDF)

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Qualität wird uns wieder wichtiger, was einen Riesen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit bedeutet.

Denn Dinge mit guter Qualität halten auch länger. Egal, ob man sie selbst lange trägt oder sie weitergibt und jemand anderes noch seine Freude mit dem Stück hat – alles ist besser als 2€ Billig-Teile, die nach 3 Mal Tragen verwaschen und ausgeleiert in der Mülltonne landen.

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Sich genau zu überlegen, welche Dinge man kauft, welche Teile in den eigenen Kleiderschrank passen, einmal durchatmen und den Modezirkus Modezirkus sein zu lassen, das ist der nächste Schritt zur nachhaltigeren Garderobe. Nicht nur qualitativ hochwertig einkaufen, sondern auch noch so, dass man selbst möglichst lange etwas davon hat – am besten das ganze Jahr über.

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Das Zauberwort für dieses „das ganze Jahr über“ heißt hier wohl ganz klar Layering. Denn ohne den geliebten Zwiebel-Look käme man nicht weit mit den Sommersachen in der kalten Jahreszeit.

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Meinen Second Hand Midi-Rock habe ich mit Pullover, Mantel, Strumpfhose, Boots und Mütze wintertauglich gemacht. Das Outfit ist übrigens komplett vegan! Zugegebenermaßen hat das nur mit einem kleinen Boyfriend-Cheat funktioniert: Für Mütze und Mantel habe ich mich mal wieder in der anderen Schrankhälfte bedient. Der Mantel ist schließlich momentan sowieso nicht mehr beim Herrn im Einsatz, weil es schon viel zu frisch für das doch relativ dünne Ding ist. Mit dem wunderbarsten Kuschel-Cardigan Alan von Jan n June drunter sieht die Welt allerdings schon wieder ganz anders aus – so wird das gute Stück nun doch noch den ein oder anderen Wintertag in Hamburg erleben und ich habe zumindest temporär ein neues Teil im Schrank, ohne dass irgendwelche Ressourcen verbraucht oder meine Geldbörse um nur einen Cent ärmer geworden wäre.

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Vivien Westwood hat die Essenz der “Nachhaltigen Mode” schon einmal in einem einfachen Satz zusammengefasst: “buy less, choose well, make it last.”
Wenn ihr euch nicht am Kleiderschrank des Freundes, der Schwester, Mama oder des Nachbarn bedienen könnt oder wollt, Kleidertauschparties doof findet oder einfach ein wenig die Fair Fashion Labels unterstützen wollt: Kauft euch gut überlegt wunderschönes, hochqualitatives Zeug, tragt’s das ganze Jahr, für viele viele Jahre, und sorgt dafür, dass es unfassbar lange hält. Seasons are so yesterday – and so is “gedankenloses Einkaufen”! <3

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OUTFIT DETAILS:

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Mantel: Aus einer früheren Männer-Kollektion von Acne Studios– Acne ist Mitglied der FWF. Einen ähnlichen Mantel, fair hergestellt in China und ebenfalls vegan gibt’s hier!

Cardigan: Von Jan n June / gibt’s auch noch in weiß und dunkelgrauVEGAN/ECO/SOCIAL/*140€*

Rock: Second Hand von Pick n Weight

Pullover: Von Grundstoff Clothing – aus 85% Organic Cotton und 15% Polyester. Fair hergestellt von Stanley & Stella, Mitglied der FWF. VEGAN/ECO/SOCIAL/*35,95€*

Strumpfhose: Von Swedish Stockings aus recyceltem Garn. VEGAN/ECO/SOCIAL/*27€*

Socken: Die Socken sind etwas dicker als gewöhnliche Socken und heißen “Plüsch” – Von Thokk Thokksymbolsmall – momentan gibt’s sie nur noch gemustert! VEGAN/ECO/SOCIAL/*9,50€*

Boots: Von Will’s Vegan (aus älterer Kollektion). VEGAN/SOCIAL

Mütze: Vom Freund gemopst (Fast Fashion) – faire, ebenfalls vegane Alternativen gibt’s hiersymbolsmall /hiersymbolsmall und hiersymbolsmall.

Rucksack: Alt, Fast Fashion – eine wunderbare faire und vegane Alternative gibt’s zum Beispiel hier.

Ohrringe: Von Stephismo via Vunderland Hamburg. VEGAN/SOCIAL


Mehr Inspiration in Form von wundervollen Looks und zauberhaften Beiträgen zum Thema SEASONS ARE SO YESTERDAY gab es diese Woche hier:

Montag: Stryle TZ // Dienstag: Kunstkinder Mag// Mittwoch: at/least & stellamina// Donnerstag: Justine kept calm and vent vegan // Freitag:  Nice to have mag// Sonntag: subvoyage & Jäckle & Hösle – und ein Rückblick im Noveaux Magazin.

Das Blusenkleid: When in doubt, wear a Shirtdress!

25 Blusenkleider für alle Fälle

Was soll ich groß um den heißen Brei herumreden: Der Herbst ist da!
Ist zwar schade um die ganze (fast) ungenutzte Sommergarderobe– dafür kann man die Herbstmode, die man meist ja sowieso schon im Sommer kauft, nun direkt ausführen!

Ein Blusenkleid / Shirtdress ist im Herbst der perfekte Begleiter.
Ob lässig in Denim, verträumt mit Prints oder elegant in Schwarz / Weiß: Je nach Kältegrad ist ein Hemdblusenkleid super mit oder ohne Strumpfhose tragbar – an warmen Tagen werden die Ärmel hochgekrempelt, an kalten wird der Rollkragenpulli druntergezogen. Um ein, zwei Accessoires ergänzt und schwupps hat man ein Ausgeh-Outfit!

Na dann mal Happy Herbst… Oderso! ;)

White Swans & Sky Blue

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01: Das Kragen-Kleid von Luxaa ist aus 100% Organic Cotton Popeline (fester Baumwoll-Stoff; GOTS zertifziert. Perlmuttknöpfe, daher nicht vegan. Hergestellt in Polen oder Deutschland. ECO/SOCIAL/*179€*

02: Den Black Swan sucht man auf dem Blusenkleid von Stella McCartney vergeblich. Stella nutzt für ihre Kollektionen auch weder Daunen noch Leder oder Pelz: Cool! Das Label nennt sich “a vegetarian company“. Das hübsche Kleid ist allerdings aus 100% Seide – vielleicht stellt Stella ja auch bald auf Peace Silk oder Kunstseide um und zählt auch die Seidenraupen als Tiere… ;) Hergestellt in Europa. Via Net-A-Portersymbolsmall SOCIAL/*1,095€*

03: Das lässige Blusenkleid von Hati Hati ist aus 100% Rayon Tencel (Ganz leichter, Kunstseiden-artiger Stoff, der aus Holz gewonnen wird und biologisch abbaubar ist). Es ist leicht durchsichtig! Hati Hati lässt die Produkte in Familienbetrieben und kleinen Manufakturen auf Bali herstellen.  VEGAN/ECO/SOCIAL/*89€*

04: Das Kragen-Kleid von Luxaa ist aus 100% Organic Cotton Popeline (fester Baumwoll-Stoff; GOTS zertifziert. Perlmuttknöpfe, daher nicht vegan. Hergestellt in Polen oder Deutschland. ECO/SOCIAL/*179€*

05:  Im Hemdkleid von Umasan Berlin überzeugt mit liebevollen Details: Button-Down Kragen, verdeckte Knopfleiste, dekorative Biesen und Schnürung in der Taille. Aus Viskose, Elasthan und Baumwolle. VEGAN/SOCIAL/*309€*

 

Black or White

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01: Schockverliebt! Das schöne Ding von elementy aus Baumwolle und Elasthan hab ich mir gleich bestellt. Das Label hat DariaDaria im Urlaub entdeckt und damit das ein oder andere Slow Fashion Herz höher schlagen lassen! Danke für diesen tollen Fund! <3 Fair hergestellt in Polen. SOCIAL/*ca.58€* (Ich weiß nicht, aus welchem Material die Knöpfe sind, daher nicht als “vegan” markiert.)

02: Schön Klassisch, schlicht und zeitlos wird’s mit dem Blusenkleid von Acne Studios via Yooxsymbolsmall.Acne ist Mitglied der FWFSOCIAL/*141€* (Ich weiß nicht, aus welchem Material die Knöpfe sind, daher nicht als “vegan” markiert.)

03: Lässig-elegant wird’s mit dem Fala Dress von Elementy aus 100% Polyester.Fair hergestellt in Polen. SOCIAL/*ca. 54€* (Ich weiß nicht, aus welchem Material die Knöpfe sind, daher nicht als “vegan” markiert.)

04: Ein bisschen extravaganter wird’s mit dem Wrap Shirt-Dress von honest by. Made in Europe. I like! VEGAN/SOCIAL/*282,81€*

05:  Das Blusenkleid Vacama von Lovjoi ist aus 100% Organic Cotton und fair hergestellt in Deutschland. (Stoff und Knöpfe sind GOTS zertifiziert) VEGAN/ECO/SOCIAL/*129€*

 

Tigers and Leggings

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01: Das schwarze Shirt Dress mit weißem Mini-Punkte-Print von Tricotage ist aus 100% Organic Cotton Jersey (GOTS zertifiziert) und fair in Litauen hergestellt. ECO/SOCIAL/*ca.107€* (Ich weiß nicht, aus welchem Material die Knöpfe sind, daher nicht als “vegan” markiert.)

02: Das Shirt-Kleid aus hellem Denim von Kings of Indigo ist im Sale! Jippieh. Aus Baumwolle, Lyocell und Leinen. Fair hergestellt in der Türkei.Via Zalandosymbolsmall ECO/SOCIAL/*141€* (Ich weiß nicht, aus welchem Material die Knöpfe sind, daher nicht als “vegan” markiert.)

03: No Tiger was harmed in the production of this Shirtdress: Stella nutzt für ihre Kollektionen weder Leder noch Daunen oder Pelz: Cool! Das Label nennt sich “a vegetarian company“. Das hübsche Kleid ist allerdings aus 100% Seide – vielleicht stellt Stella ja auch bald auf Peace Silk oder Kunstseide um und zählt auch die Seidenraupen als Tiere… ;) Hergestellt in Europa. Via Net-A-PortersymbolsmallSOCIAL/*875€*

04: Die tolle Tunika von Folkdays aus 100% Baumwolle macht sich nicht nur am Strand, sondern auch im Alltag über einer Jeans gut! Fair hergestellt in Kambodscha. SOCIAL/*109€* (Ich weiß nicht, aus welchem Material die Knöpfe sind, daher nicht als “vegan” markiert.)

05:  Handmade in Germany und bestimmt schön flauschig ist das Shirtdress aus leicht gebürsteter, italienischer Baumwolle von A Kind of GuiseSOCIAL/*230€* (Ich weiß nicht, aus welchem Material die Knöpfe sind, daher nicht als “vegan” markiert.)

 

Dots & Denim

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01: Das Blusenkleid aus Denim von Lovjoi ist aus 100% Organic Cotton. Stoff und Knöpfe sind GOTS zertifiziert – fair hergestellt in Deutschland! VEGAN/ECO/SOCIAL/*159€* 

02: Perfekt für’s Büro ist das weiße Shirt Dress von People Treesymbolsmall. Aus 100% Baumwolle mit Muschelknöpfen, daher nicht vegan. Fair hergestellt in Südindien. ECO/SOCIAL/*89€* 

03: Das Kleid “Farica” von Kings of Indigo ist ein Shirt Dress mit maxi Dress Länge. Aus 100% Tencel Lyocell. Fair hergestellt in der Türkei. ECO/SOCIAL/*159,95€*

04: Süß gepunktet ist das Blusenkleid “Kendall” von People Treesymbolsmall. Aus 100% Organic Cotton mit Muschelknöpfen, daher nicht vegan. Fair hergestellt in Südindien. ECO/SOCIAL/*32,90€*

05:  Das Shirtdress Schirin von A Kind of Guise ist aus italienischer Baumwolle, handmade in Germany. SOCIAL/*220€*

 

Blau/Grün-Schwäche

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01: Das “Wandi” Shirt-Dress von Komono ist aus Tencel und Leinen und verzaubert durch einen süßen Schnitt! ECO/SOCIAL/*99€* (Ich weiß nicht, aus welchem Material die Knöpfe sind, daher nicht als “vegan” markiert.)

02: Das “Kelly Chambray” Shirtdress von Beaumont Organic sieht sowohl zu Skinny Jeans und Sneakers als auch zu High Heels top aus. Es ist aus 100% Baumwolle und fair hergestellt in England. Über Gather & SeeSOCIAL/*ca. 92€* (Ich weiß nicht, aus welchem Material die Knöpfe sind, daher nicht als “vegan” markiert.)

03: Das Amara Dress von Jungle Folk ist aus 100% Organic Cotton Popeline (fester Baumwollstoff) – die Knöpfe sind handgemacht und aus Holz. Fair hergestellt in Bosnien. Daumen hoch! VEGAN/ECO/SOCIAL/*ca.112,60€* 

04: Blusenkleid Kendall von People Treesymbolsmall aus 100% Organic Cotton. Mit Muschelknöpfen, daher nicht vegan. Fair hergestellt in Südindien.  ECO/SOCIAL/*89€*

05:  Ein bisschen Khaki schadet nie: Das Shirt Dress von Studio Jux besteht aus einer Mischung von Hanf, Organic Cotton (GOTS zertifiziert) und recyceltem Polyester und ist vegan. Fair hergestellt in Nepal. VEGAN/ECO/SOCIAL/*99,95€*

greyish angel / Outfit

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Hallo 2016! Das alte Jahr habe ich mit einem Allblack-Outfit beendet – und starte nun das neue… mit einem sehr farbenfrohen Look. Nunja – man könnte das Grau schon fast als “Farbakzent” deuten, oder?! :D
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Den Farbklecks habe ich zusammen mit dem Gürtel und ein paar anderen schönen Teilen beim vorweihnachtlichen Secondhandshoppingstreifzug mit meiner Mama ergattert. Der Mantel hat 7€, der Gürtel 1€ gekostet.
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Unter dem Mantel trage ich die Bluse Nila von Armedangels – die aus 100% Lyocell und somit unfassbar weich und angenehm auf der Haut ist. Lyocell? Sagt euch nichts? Der Stoff wird mit einem nicht-toxischen Lösungsmittel aus dem Rohstoff Holz gewonnen und ist somit um einiges besser für die Umwelt als beispielsweise Viskose. Für Veganer und alle anderen, die es gern seidig haben, ist Lyocell also eine super Seiden-Alternative. Da die Knöpfe der Bluse aus Perlmutt sind, ist meine schwarze Nila Pocket nicht vegan – diese hier mit Muster hat aber zum Beispiel Metallknöpfe und auch sonst gibt’s einige vegane Teile im Shop.

Was ich total toll an Armedangels finde ist, dass man bei dem Label eine stetige Entwicklung mitverfolgen kann: Es ruht sich nicht auf seinem guten Ruf aus, sondern arbeitet immer weiter daran, noch transparenter zu werden. Erst im letzten Jahr wurden die Engel Mitglied der Fairwearfoundation – und nachdem für die letzte Jeans-Kollektion noch mit Lederpatches gearbeitet wurde, werden diese in der Sommer Kollektion komplett durch Jacron-Label aus Papier ersetzt. Chapeau!

Leider kann man das nicht von allen (Slow Fashion) Jeansherstellern sagen. Nachdem ich im Winter erfolglos versuchte, beim fairen Offline-Jeans-Shopping fündig zu werden, bestellte ich online 3 Nudie Jeans (fast die einzige Marke, die ich offline noch nicht anprobiert hatte). Dieses Modell hat am besten gefallen –und vor allem hat es gepasst! Ich war so happy darüber, dass ich endlich eine (übrigens meine erste Jeans mal wieder, innerhalb von fast 3 Jahren) fair hergestellte Jeans aus Organic Cotton gefunden hatte, dass ich sie trotz Lederpatch behielt. Und den Kauf einer Lederpatchfreien Jeans ins neue Jahr verlagert habe. Bis auf dieses kleine Detail ist sie auch einfach super… Doch ich denke, dass Lederpatches an Jeans einfach nicht sein müssen – sieht nicht besser aus als andere Materialien und funktionaler/bequemer ist es auch nicht. Also: nichts wie weg damit! Hier hat Eric sogar schon 2014 einen offenen Brief an Nudie Jeans geschrieben – und hat leider weder eine Antwort erhalten, noch hat sich etwas geändert…
Über die frohe Botschaft der lederfreien Armedangels-Jeans habe ich mich also quasi gleich doppelt gefreut und bin schon ganz gespannt auf die Modelle. Hach Leute. 2016 wird ein gutes Jahr… ;)

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Ring: Folkdays,aus alten Bombenhülsen des Kambodschanischen Bürgerkriegs/Fair hergestellt in Kambodscha/45€
Mal wieder mit dabei: Die GRACE von Beliya. (Übrigens gerade im Sale: 249€/Fair hergestellt in Italien).
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Vielen Dank an Armedangels für die wunderbare Bluse! <3

7 Slow Fashion Looks für die Feiertage

#1 – Silver Lining
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1 – Toller Rock in Metal-Optik von Closet via asossymbolsmall – 79,99€
2- Schwarzes Neckholder- Croptop von Jan n June– 35€ (Falls eure Größe schon aus ist, gibt’s ein ähnliches von Funktionschnitt!)
3- Ringe von Made via asossymbolsmall – 44,99€
4- Silber Pumps von Acne via mytheresasymbolsmall – 450€

#2 – Ho-ho-bow!

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1 – Süßes Schleifenkleid von Chinti and Parker – ca. 347€
2- Ohrringe von Kris Nation via yoox – 55€
3- Clutch von Titania Inglis via yoox – 196€
4- Sneaker von Veja via yoox – 99€

#3 – Silver Surfer

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1 – Super-Dress von Jan n June – 100€
2- Ohrringe von Folkdays – 69€
3- Metal Bag (vegan) von Denise Roobol – 99,95€
4- Schuhwerk von inch2 – 260€

#4 – Rot-Schwäche

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1 – Rotes Kleid von Closet via asos – 66,99€
2- Schlichte Ohrringe von Folkdays – 69€
3- Schicke Clutch von Kayu via yoox  – 346€
4- Pumps von Sydney Brown via yoox – 346€ (vegane und günstigere Alternative bei Beyond Skinsymbolsmall)

#5 – Back to Black

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1 – Schwarzer Jumpsuit von Nancy Dee  – ca. 103€
2- Clutch (eigentlich eine iPad-Tasche, aber was soll’s! ;)) von Denise Roobol – 39,95€
3- Vegane Pumpssymbolsmall von Beyond Skin – ca. 137€

#6 – Bordeaux to Go

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1 – Kleid von Peopletreesymbolsmall – 95€
2- Statementkettesymbolsmall, 55€, ebenfalls von Peopletree – genau wie
3- der Ohrringsymbolsmall – 11€ und
4- der Armreifsymbolsmall – 25€
5- Vegane Pumps von nae via avesu.de -85€

#7 – Feiertagsfliege

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1 – Handgemachte Fliege von Rita in Palma– 89€
2- Clutch von Beliya – 39€
3- Weiße Bluse mit süßen kleinen Sternchen von Armedangels – 69,90€
4- Rock von Lanius via Gloresymbolsmall –109,90 €
5- Overknees von inch2 – 480€

Acne Studios / Baumwollsweater Bird

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Baumwollsweater Bird (ACNE Studios):
symbolsmall
80% Baumwolle, 20% Polyester.
Fair hergestellt; Anne ist Mitglied des FWF.
Den Pullover gibt’s hiersymbolsmall auch ohne die Zipper an den Seiten!
VEGAN/SOCIAL/*170€*
Zu teuer? Ähnlich vom Schnitt ist der “Robin” Pullover von Jan n June – gibt’s in schwarz und hellblau, 75€+Versand. ;)

First Outfit: Rock the Blog Hannover

Schon länger habe ich darüber nachgedacht,  ob und wann und wie ich Outfitposts machen sollte. Denn obwohl ich nun schon über 2 1/2 Jahre bewusst shoppen gehe und auch schon einige nachhaltige Klamotten im Schrank habe, schlummern auch noch jede Menge alte Teile in meinem Kleiderschrank. Die habe ich nicht weggegeben– das wäre ja auch nicht wirklich nachhaltig gewesen– alles „böse“ zu eliminieren und dann alles in „gut“ neu zu kaufen. Abgesehen davon, dass es für mich schlicht unbezahlbar wäre. Auch meine Nagellacke aus alten Zeiten habe ich behalten und es kommen erst langsam welche von nachhaltigeren Marken dazu. Warum noch einen roten Nagellack kaufen und den alten verfallen lassen? An den meisten Tagen trage ich also noch mindestens ein altes, „böses“ Teil an mir.

Wäre es jetzt blöd, das auch noch hier bei SLORIS zu zeigen?
Sollte es hier nicht ausschließlich um Slow Fashion gehen?
Viele viele Gedanken schwirrten in meinem Kopf herum und bis heute hatte ich irgendwie keine Lösung. Denn extra für die Einträge Outfits zusammenzustellen, die ausschließlich aus nachhaltigen Klamotten bestehen, obwohl ich es so eigentlich nicht tragen würde– das finde ich auch seltsam. Ich werde hier also einfach meine Outfits zeigen, so wie sie sind. Und für die alten Dinge eine nachhaltige Alternative aufzeigen. Ich denke, dass das schon okay so ist und auch nur zeigt, dass es sehr schwer ist, seine komplette Garderobe von 0 auf 100 auf „nachhaltig“ umzustellen. Es ist ein langer Prozess und so lange man sich beim Kauf bewusst darüber ist, was man kauft und warum man es kauft, ist doch alles gut. Niemand sollte sich von diesem ganzen Thema stressen lassen, denn Mode soll immer Spaß machen.

Wieso ich gerade heute anfange?
Gestern war ich recht spontan in Hannover bei der „Rock the Blog“ Konferenz. Das war super spannend und ich bin inspiriert und mit sehr viel Input nach Hause gefahren. Welche Kernaussagen ich für mich persönlich mitgenommen habe:

– Sei hartnäckig und hab Ausdauer.
– Mit Geduld und Herzblut wird es klappen.
– Manches muss man einfach machen– nicht zu viel denken.
Learning by doing.

Das ist immer sehr leicht gesagt und diese Sätze begleiten mich gefühlt schon mein ganzes Leben lang.
Hartnäckig sein, Ausdauer haben, Herzblut investieren, einfach mal machen – eigentlich alles Floskeln, möge man meinen. Doch der Tag war wie eine wunderbare “motivational quotes” Pinnwand auf Pinterest: Wenn man mit ihr durch ist, hat man so richtig Bock darauf, etwas zu (er)schaffen.
Deshalb lasse ich dieses „zu viel denken“ jetzt einfach mal sein und zeige euch mein Outfit aus Hannover– einen Handy-Schnappschuss, der nie für dieses Blog gedacht war. Ich hätte mir wahrscheinlich auch ein Outfit mit mehr veganen Teilen ausgesucht für meinen ersten Eintrag.
Aber hey, learning by doing. Einfach mal machen.

150320_Sonnenfinsternis

Gestern habe ich also getragen: